WASG Lichtenberg Hohenschönhausen
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Unsere Kandidaten

Wahlkreis 1 - Hohenschönhausen-Nord                 

Stefan Raab, 58 Jahre, Diplomwirtschaftler:

"Spekulationen mit Immobilien und der Vernichtung von Arbeitsplätzen muss Einhalt geboten werden.

Es kann nicht sein, dass hochwertige Immobilien der Stadt Berlin (z.B.: Haus des Rundfunks, Nalepastr.) für einen Apfel und einem Ei verschleudert werden, um Spekulanten zu schnell verdienten Millionen Euros zu verhelfen.

Die von den Regierenden der Stadt im Zuge der Immobilienverwertung verschleuderten Millionen und Milliarden Euros, die im Verlauf des Skandals der Berliner Bankgesellschaft entstanden, fehlen heute den Bildungseinrichtungen, wie Kindertagesstätten, Schulen und Jugend-Clubs, um eine gute Jugendausbildung zu gewährleisten."

Wahlkreis 2 - Hohenschönhausen-Süd                 

Ralf Apel, 53 Jahre, Systemadministrator

Ralf verweist gern auf einen Aphorismus des Schweizer Schriftstellers Charles Tschopp:


"Der Sündenfall der Parteien beginnt, wenn sie nur noch das Mögliche wollen."

Wahlkreis 3 - Fennpfuhl / Rosenfelder Ring                 

Peter Hammels, 30 Jahre, Informatiker:

"Ich bin in Erkner aufgewachsen und wohne seit gut zwei Jahren am Fennpfuhl. Ich bin verheiratet und habe eine kleine Tochter. Seit letztem Jahr bin ich Mitglied der WASG, meine erste politische Station.

Dass ein rot-roter Senat noch brutaler Sozialabbau betreiben würde wie der schwarz-rote Senat unter Diepgen (Rekord: 120.000 Wohnungen privatisiert, öffentliche Gehälter, Sozial- und Bildungsausgaben noch drastischer gekürzt), haben außer mir wohl auch die 53% der Lichtenberger/innen nicht geglaubt, die vor 5 Jahren der PDS die Stimme gaben.

4,2 Millionen Wähler haben letztes Jahr das Linksbündnis PDS/WASG vor allem wegen der Kernaussage gewählt, sich an keiner Regierung zu beteiligen, die Sozialabbau betreibt. Während die PDS Berlin diesen Grundsatz nie wirklich ernst nahm, steht die WASG Berlin konsequent zu dieser Aussage. Alle Menschen in Berlin, die für eine echte linke und gegen eine scheinrote Politik sind, sollten deshalb am 17.09. WASG - Liste 14 - wählen."

Wahlkreis 4 - Lichtenberg Mitte/West                

Bernd Ludewig, 48 Jahre, Maschinenbauingenieur:

"Ich bin 1958 in Berlin geboren, verheiratet, Vater von 3 Kindern im Alter von anderthalb, 6 und 9 Jahren, Christ, von Beruf Maschinenbauingenieur und bin z. Zt. in einer beruflichen Weiterbildung.

Neben mehr sozialer Gerechtigkeit sind mir mehr Demokratie, Bürgerrechte und eine nachhaltige Wirtschafts-, Sozial- und Finanzpolitik wichtig.

So bekamen wir durch die (noch) Teil-Privatisierung Öffentlichen Eigentums wie der Wasserbetriebe die höchsten Wasserpreise Deutschlands. Mit dem Verkauf von 120.000 Berliner Wohnungen, in nur 4 Jahren Rot-Rot, und damit verbundener Mietspiegelerhöhungen fielen die Mieterhöhungen besonders im Osten Berlins sehr üppig aus (allein voriges Jahr waren es hier 8,5%). Aber auch finanzpolitisch sind diese Entscheidungen langfristig verheerend, weil das Land Berlin durch höhere Wasserpreise und Mieten die es auch für alle Hartz4 Empfänger bezahlen muss, innerhalb weniger Jahre mehr Geld verliert als es durch die Verkäufe eingenommen hat.

Gerne will ich Ihre Stimme gegen diese kurzsichtige Politik, gegen weitere Streichungen im Bildungs- Jugend- und Sozialbereich sowie von Lehr- und Arbeitsstellen sein, damit auch die Jugend wieder eine Perspektive in Berlin hat."

Wahlkreis 5 - Friedrichsfelde                

Sebastian Gerhardt, 37 Jahre, freiberuflicher Journalist, 2 Kinder:

"Ich bin 1968 in Rostock geboren und in der DDR aufgewachsen. Seit 1990 habe ich in der betrieblichen und gewerkschaftlichen Linken Berlins mitgearbeitet, in den letzten Jahren mit unserer Zeitung "berlin von unten". Und ich war daran beteiligt, das "Haus der Demokratie" nicht zu einem Traditionskabinett verkommen zu lassen, sondern es als ein "Haus der Demokratie und Menschenrechte" finanziell und politisch unabhängig und lebendig zu erhalten. Das war nie einfach. Alternative Projekte können nur dann unabhängig bleiben, wenn sie von denen unterhalten werden, die sie brauchen. Im Zweifel sind das immer Menschen mit wenig Geld.

In der DDR habe ich gelernt, daß nicht überall Klasse drin steckt, wo groß "Klasse" draufgedruckt stand. Aber ich habe deswegen dem Aufdruck und den Losungen mißtraut, und nicht dem großen Vorhaben eines verbesserlichen Sozialismus. Weil ich eine wirklich neue, sozial verankerte Linke in Ost und West für nötig halte, habe ich seit ihrer Gründung in der WASG Lichtenberg mitgearbeitet."

Wahlkreis 6 - Karlshorst und Rummelsburg                

Susanne Rohland, 27 Jahre, Wirtschaftsingenieurin:

"Berlin ist das Zentrum der Armutsregion Ostdeutschland, der einzige Teil der Bundesrepublik, wo der Westen an den Osten angeschlossen wurde. Über 300 000 Arbeitslose, sinkende Einkommen, der Zerfall des sozialen Zusammenhalts - und auch die Schulden des Landes Berlin sind das Ergebnis: 60 Milliarden! "Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld?". Die Berlinerinnen und Berliner haben es nicht. Wie überall hat auch in Berlin nur eine kleine Minderheit so viel, daß sie ihr Geld für sich arbeiten lassen kann. Die Mehrheit, die das Leben der Stadt am laufen hält, bekommt für ihre Arbeit immer weniger Geld und muß zusehen, dass sie über den Monat kommt. Politik? Keine Zeit! Kein Wunder, daß viele Menschen aufgegeben haben. Die weit verbreitete Akzeptanz des "Sachzwanges zur Konsolidierung" ist keine Folge von Einsichten in die wirtschaftliche Lage Berlins, sondern Ausdruck individueller Ohnmacht: "Ihr werdet das auch nicht ändern!"

Richtig. Wir alleine werden das auch nicht ändern. Wenn sich die Betroffenen, die abhängig Beschäftigten und Erwerbslosen, die Rentner und die Jugendlichen, die Schüler und die Lehrer - wenn wir uns nicht zusammentun, unsere gemeinsamen Interessen formulieren und verteidigen, wird es nicht besser."